Alu-Regal

Michael Pilack 2007


Zugegeben, es sah schon etwas abenteuerlich aus wenn ich Nachzuchtiere in einen Extrabehälter unterbringen wollte oder musst. Es hat ja eigentlich immer funktioniert. Wenn ich Nachzuchten hatte, stellte ich einfach ein nächst kleineres Becken auf eines meiner Nachzuchtbecken. So kam es schon mal vor, dass auf meinen 50x50 Würfel bis zu vier weitere Becken standen. Die Nachzuchten sind dann in dieser Pyramide immer weiter nach unten gewandert. Das passte weil ja die Tiere immer größer wurden und die Becken nach unten hin ja auch. Grundvorrausetzung war, dass die größten Nachzuchten, die dann in dem 50x50Würfel schwammen verteilt oder gar verkauft waren. Sonst wurde es eng. Das war aber meistens so.

Hier mal meine "Pyramide

So hat es also immer ausgesehen. In jedem dieser Becken befanden sich Nachzuchten. Sie dienten aber ab und zu auch als Kranken- oder Quarantänestation. Das unterste Becken war zugleich das zuhause meiner Zuchtgruppe Red Ancistrus. Klar das es da schwierig war mal Jungfische zu erwischen. Die meisten wurden von den größerer Nachzuchtcichliden verspeist.

 

Auf diesem Becken stellte ich ein 50x25 Becken. Es passte wunderbar darauf und ich hatte vorne noch genügend Platz für Fütterung und Fang aus dem Würfel. Auf dem 50x25 Becken stellte ich dann ein weiters kleineres Aquarium (30x20) quer. Dort fanden die kleinsten Nachzuchten ihren ersten Platz. Bestand dann noch weiterer Platzbedarf ging das dann immer so weiter. Das kleinste oben war dann ein von mir selbst geklebtes Kampffischglas (15x20).

50x25

30x20

Die Lampe wanderte immer mit nach oben und reichte immer für alle Becken aus! Es war schon abenteuerlich, aber es funktionierte. Dennoch sollte damit Schluß sein. Ich wollte ein wenig Ordnung im Keller. So spielte ich mit dem Gedanke mir ein Aquariumregal in den Keller zu stellen. Aquarien auf drei Etagen. Ich hatte ja früher schon einmal einer 3er Gruppe 60er Becken. Diese standen Glas auf Glas übereinander, lediglich ein PVC-Profil dazwischen. Da die Grundfläche ca. 50x50cm beträgt sollten die Becken diese Fläche aus nutzen. So wollte ich mir eine 3er Kombination Glas auf Glas kleben lassen. Bis mir die Idee mit den Alu-Profilen kam. Na ja mir selbst nicht, ich hab sie bei einigen Aquarienfreunden in ihren Anlagen schon bewundern können. Alu ist dazu ein prima Stoff. Schön leicht und man kann sich die Regale so machen wie man es möchte. Auch kann man sie, wenn nötig, wieder auseinander Bauen und eine andere Konstruktion erstellen. So machte ich mir einen Plan, ermittelte die benötigten Längen der einzelnen Vierkantrohre, die Anzahl der Winkel und Füße. Mit diesen Angaben bestückte ich meine Bestellung und wenige Tage später konnte ich mit dem Aufbau beginnen. Grundlage für die Abmessung der einzelnen teile war die größe der Aquarien die darin Platz finden sollten. dennoch wartete ich mit der Bestellung der Aquarien bis das Regal fertig war. Sicher ist sicher und so konnte ich die Aquarien dann nach dem Regal bestellen.

Mit Hilfe eines Gummihammers wurden die Teile zusammengebaut. Das Ergebnis war ein schönes kleines, leichtes Aluregal. Meine Tochter war sofort darin verliebt und wollte es schon für ihr Zimmer beschlagnahmen.

Natürlich sollte jedes Becken einzeln beleuchtet  werden und dazu jede Lampe noch einzeln zu schalten sein. So kam ich auf die kleinen Möbeleinbauleuchten. jede einzelne ist bestückt mit einer T5 Leuchtstoffröhre mit 6 Watt. Völlig ausreichend für meine Zwecke. Man kann die Lampen aneinander schalten und dennoch jede einzeln an und aus machen.

Im Anschluß verlegte ich die Kabel und gleichzeitig Schlauch für die Luftversorgung. Die Becken waren mittlerweile fertig und ich konnte sie abholen. Ich wollte die Glasbecken nicht direkt auf das Aluminium stellen und schnitt mir aus einer handelsüblichen Schaumstoffunterlage für Aquarien Streifen die so breit waren wie das Vierkant. Zur Fixierung der Streifen verwendete ich doppelseitiges Klebeband. Alles war für den Aufbau in meinen Keller vorbereitet. Nun musste ich mir nur noch überlegen wo ich Nachzuchten und Zuchtgruppe derweil hin verfrachte. So kamen die kleinen Gläser wohl erstmal zu ihren letzten Einsatz. Ich stellte sie dazu auf die großen Becken oder auf die Erde. Ich wollte sie nach dem Aufstellen sofort auf die neuen Becken aufteilen. Dazu hatte ich mir bereits  vorher die kleinen Innenfilter besorgt und einige Wochen in den anderen Aquarien einlaufen lassen.

Die Becken sind 50x50x35 cm (LängexBreitexHöhe) Eines der drei Becken habe ich mir mit einer Trennscheibe nochmals unterteilen lassen. Für die Abdeckscheiben besorgte ich mir noch PVC-Profile in denen ich diese schön schieben kann.

Der Aufbau in meinen Keller ging relativ zügig. Schließlich sollten die kleinen nicht all zu lange in den beengten Verhältnissen verweilen. Mit Hilfe der höhenverstellbaren Füße stand das Regal Ruck Zuck an seinem Ort. Eine kleine Wasserwaage stand mir hilfreich zur Seite.

Oh, das ist das falsche Bild!!

Schnell noch etwas neuen Kies waschen und in den Becken verteilen und dann nichts wie Wasser rein. Ich fing mit dem untersten Becken an und befüllte es erst mal bis zur Hälfte. Na ja den Kies hätte ich wohl doch noch was gründlicher waschen können. Es war dicht. Nun das mittlere. zuerst rechts. Alles in Ordnung, nun links. Halt!! was ist das. Es tropfte mir Wasser auf die Füße. Sch....e da ist wohl eine Silikonnaht undicht. Schnell Wasser wieder raus nachdem ich die undichte Stelle lokalisiert habe. Bei dem oberen Becken ging alles wieder glatt. Ich bestückte die Becken mit den kleinen Innenfiltern und schloss sie an die Luftversorgung an. Eigentlich lief alles wie geplant. Bis auf die Undichte Stelle. Diese lies ich aber gleich tags drauf von meinen Aquarienbauer beheben. Kein Problem.

Das oberste Becken ist nun das Zuchtbecken meiner Gruppe Red Ancistrus, Die übrigen sind für meine Nachzuchten, egal ob Cichliden, Lebendgebährende oder kleine Welse. je nach Bedarf. Ich freue mich das ich es so gemacht habe. Es sieht doch irgendwie professionell aus so ein Alu Regal. Ich habe 2,5x2,5 cm starke Vierkantrohre genommen. dazu mit einem Eisenkern verstärkte Winkel. Eine absolut standsichere Sache.

Hier noch ein paar Schnappschüsse

Hier das undichte  linke Becken, rechts gefüllt.

Die Jungfische fühlten sich sofort wohl. Die Trübung durch den Kies ist nach wenigen Tagen verschwunden.

So waren die Tier kurzzeitig untergebracht:

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