Dirk Luhrenberg

Oberhausen


Es sind Parachromis loisellei die es Dirk besonders angetan haben und es waren Parachromis loisellei durch die ich Dirk kennen gelernt habe. Ich war im Begriff meine Loisellei-Gruppe aufzulösen. Dies war der Moment als sich Dirk per Mail bei mir meldete. Dirk pflegt seit vielen Jahren schon Loisellei. Doch irgendwann lief seine Gruppe Gefahr sich aufzulösen. Es verstarben einige Weibchen, die übrig gebliebenen Tiere wollten sich nicht mehr fortpflanzen. Da kam Dirk meine Verkaufsanzeige wie gerufen. Kurzentschlossen kam er bei mir vorbei und holte sich meine Gruppe. Dirk erzählte mir von seinen Cichliden, seinen Keller und seinen Becken. Er zeigte mir schnell noch einige Bilder auf dem Laptop und fuhr wieder. Von da an war klar dass ich Dirk mal irgendwann einen Besuch abstatten werde.

Natürlich waren es Cichliden die mir dir Gelegenheit boten Dirk in Oberhausen zu besuchen. Zum einem ein großes Messeevent im Ruhrgebiet und zum anderen ein großes Paar Vieja argentea, welches den Besitzer wechselt.

Bei Dirk und seiner Frau in Oberhausen angekommen wurden wir gleich sehr freundlich empfangen. Nach einem kurzen Blick auf Dirks Becken gab es erst mal Kaffee und Kuchen, obwohl Luhrenbergs Teetrinker sind. Das nächstemal werde ich auch Tee trinken. Versprochen. Nach der kurzen Stärkung ging es wieder in den Keller. Dort erwartete mich ein großzügiger Raum in L-Form. Die Becken sind geschickt aufgeteilt und es gibt dadurch noch viel Platz für Sitzmöglichkeiten und sogar für einen Schreibtisch.

Es gibt insgesamt 6 Becken. Mit einer Kantenlänge von 3,25 m bis hin zu 1,60m alles schöne große Aquarien. Zwei Becken stehen alleine und die übrigen vier jeweils auf zwei Etagen. Für den Unterbau seiner Aquarien verwendet Dirk Ytong-Steine zusammen mit Stahlträgern, Styropor und  Siebdruckplatten. Diese Konstellation hat sich bewehrt und ist relativ einfach herzustellen. Alle Becken werden mit Innenfilter betrieben. Als Filtersubstrat dient hauptsächlich der bewehrte blaue Filterschwamm. Die Aquarien werden mit Leuchtstoffröhren beleuchtet und mit Heizstäben beheizt. Dirk hat zum Schutz der Heizstäbe diese alle mit einem runden Kunststoffgitter verkleidet. Alle Becken sind geschickt und geschmackvoll mit Steinen und Wurzeln eingerichtet. Besonders sind mir all die schönen großen Wurzeln aufgefallen. Neben den bereits genannten P. loisellei pflegt Dirk noch eine ganze Reihe anderer Cichliden aus Mittelamerika. Aber auch ein paar südamerikanische Fische werden von Dirk gepflegt. Neben einigen schönen Welsen, Salmler und einer tollen Gruppe Uarus sind es Rochen die Dirks Herz nun höher schlagen lassen. Für sein junges Pärchen Potamotrygon motoro "Yellow/Orange Spot" ist auch in greifbarer Zukunft ein Großbecken geplant. Wir dürfen gespannt sein.

Nun zu den einzelnen Becken mit ihren Bewohnern.

Ein 2,40 m lange Becken ist der Beweis dafür, das P. loisellei der friedlichste Guapote ist. Ein Pärchen davon teilt sich dieses Becken mit einer wunderschönen Gruppe Uaru amphiacanthoides, bestehend aus 12 oder mehr Tieren, einem Paar  Archocentrus sajica und einigen Pseudacathicus leopardus.

Drunter befindet sich ein Aquarium dass mit einer Kantenlänge von 1,90 m zwei Paaren Parachromis loisellei genügend Platz bietet. Dadurch das Dirk über Jahre hinweg Loisellei pflegt und vermehrt hat er einen großen Anteil an der Arterhaltung in Deutschland. Es gibt wenig Pfleger die so konsequent eine Art erhalten. Ich hoffe das Dirk noch lange damit weiter macht, denn der "richtige" Loisellei bekommt zur Zeit starke Konkurrenz aus Panama. Die Panamavariante ist nicht so hochrückig und die Färbung ist Kupferfarben. Die Costa Rica Variante, wie Dirk sie pflegt, ist ehr Gelb und die Weibchen sind auffällig gelb/orange.

Sein größtes Becken hat die Abmessung 3,25 x 0,90 x 0,80.Darin schwimmen 5 paare mittelamerikanischer Großcichliden. Herichthys carpintis, Paratheraps bifasciatus  -Rio Nototun-, Parachromis managuensis, "Cichlasoma bocourti und Vieja argentea. Auch in dieses Becken haben sich aber einige Südamerikaner eingeschlichen. Es ist eine Gruppe Geophagus altifrons.

Gleich noch ein Becken alleine für P. loisellei lassen die Liebe zu diesen Fisch erkennen. Es ist ein Aquarium mit den relativ seltsamen Maßen von 1,80 x 0,66 x 0,67 m.   In diesen Becken fühlen sich zwei weitere Paar Loisellei wohl. Darunter ein Weibchen mit einer intensiven Färbung wie ich es zuvor noch nicht gesehen habe. Das Becken steht auf einen stabilen Stahlrahmen aus Vierkantstahl.

Ein weiterer Vertreter der Guapotes, Parachromis friedrichsthalii, schwimmt im nächsten Becken zusammen mit einem halbwüchsigen Pärchen Vieja synspila und einem einzelnen Weibchen von Hypsophrys nicaraguensis -Blau-  dem leider der Partner vor einiger Zeit verstorben ist. Das Becken mit einer Kantenlänge von 1,60 m ist sehr versteckreich eingerichtet, so dass es mir nicht gelang das Synspila-Weibchen abzulichten. Direkt über diesen Aquarium steht ein weiteres.

Diese 2,20 x 0,60 x,060 m messende Aquarium ist sozusagen die Kinderstube von Dirks neuen Leidenschaft, die Rochen. Bei den kleinen Motoro-Rochen mit der schönen Zusatzbezeichnung Yellow-Spot handelt es sich um ein Pärchen. Diese werden dann, wie oben schon erwähnt , einmal in das geplante Großbecken einziehen. dann ist ihr jetziges Zuhause nur noch der Filter. Als Beifische zu den beiden schwimmt eine Gruppe gefleckter Scheibensalmler, Metynnis maculatus, in den zukünftigen Filter.

Die Becken und die Tiere befinden sich in einem wirklich tadellosen Zustand. Mir gefällt wie Dirk Luhrenberg unsere gemeinsames Hobby betreibt. Ein Hobby in den man immer wieder interessante Menschen kennen lernt.  Ich hoffe dass wie noch weiterhin Erfahrungen und Fische tauschen können und Dirks Pläne mit dem Rochenbecken setzen ja spätestens dann wieder einen besuch von mir voraus!

 

Hier noch weitere Bilder:

                                                                       

 

 

 

Oktober 2007

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