Stefan Wiegert

Malching


Stefan lernte ich im Internet kennen. Wir schreiben ab und an im selben Forum. Wir teilten uns eine kurze Zeit das gleiche Schicksal, nämlich die Diskushaltung. Sehr schnell aber sind wir von diesem Desaster getrennt und unser schriftlicher Kontakt wurde noch etwas intensiver.  Durch einen Zufall und über 3 Ecken landete eine von mir herangezogenen Gruppe Erdfresser in Malching.

Südamerika ist die Leidenschaft von Stefan. Seine schöne Anlage im Keller seines Hauses ist Heimat vieler südamerikanischer Fische geworden. Darunter auch Tiere die man nicht so oft zu Gesicht bekommt. Die geräumigen Aquarien sind sauber und übersichtlich angeordnet. Die Tiere in den Becken sind so zusammen gestellt, dass eine harmonische Vergesellschaftung entstanden ist. Bei der artgerechte Einrichtung und dem genügenden Schwimmraum  fühlen sich die Fische sichtbar wohl. Zum Dank hat Stefan gesunde Fische mit wunderschönen Farben.

Stefan bei der Fütterung seiner Rochen, Cichlas und Crenichichlas im großen Becken

Nun zu den Becken:

In dem größten Becken werden Potamotrygon leopoldi gepflegt. Eine Gruppe aus 4 Tieren die ich hier mal als semiadult bezeichnen möchte, das sie noch nicht ausgewachsen sind. Sie teilen sich das Becken mit Cichla monoculus welche mir mit ihren besonders kräftigen Farben sehr gefallen haben. Eine weitere Gruppe Cichliden in diesen Becken besteht aus Hechtcichliden. Crenichichla percna. Eine Art die doch relativ selten gepflegt wird und ich hier zum ersten mal live bestaunen konnte. Die Familie der Loricariidae (Harnischwelse) vertritt in diesen Becken ein halbwüchsiger Panaque nigrolineatus.

Cichla monoculus

Das nächste Aquarium teilen sich 6 junge Potamotrygon scobina mit einer schönen Gruppe Geophagus altifrons. P. scobina gehört mit einer Größe von bis zu 40 cm zu den kleiner bleibenden Rochen. Diese braun/beige Tiere habe eine wunderschöne Punkt-, und Fleckenzeichnung und lassen jedes Tier etwas anders aussehen. Die Erdfresser runden durch ihre Schwarmbildung den harmonischen Südamerikaeindruck ab. Mit einer Größe von ca. 20 cm und tollen Farben geben die Geophagus altifrons, die im übrigen aus den Einzugsgebiet des Rio Tocantins stammen, ein imposantes Bild ab.

Potamotrygon scobina, ein sehr beliebter Rochen, nicht nur wegen seiner Größe

Eine weiter Attraktion, jedenfalls für mich und ich denke für einige Interessierte auch, ist das Aquarium mit den Retroculus. Retroculus leben in strömungsreichen Gewässern und ihr Körper ist für sie perfekt dazu ausgebildet. Die Bauchflossen haben sich zu Stützorganen entwickelt und geben dem Fisch seinen nötigen Halt. Steinchenträger, so eine deutsche Bezeichnung, bezieht sich auf das auffällige Brutpflegeverhalten. Es werden mehrere Gruben aus dem Sand gehoben. In einer davon werden dann die Eier abgelegt und vorsichtig mit Sand abgedeckt. Einfach toll. Stefan pflegt R. lapidifer und  xinguensis und er kann wohl schon bald von einer erfolgreichen Nachzucht berichten, einige Anläufe hat es schon gegeben.

Retroculus xinguensis

Dann ist da noch ein Aquarium mit einer Gruppe Geophagus abalios. Es handelt sich um halbwüchsige Tiere. G. abalios zählt zu den größer werdenden Erdfresser und wurden mit Längen über 30 cm nach gewiesen. Was muss das für ein Anblick sein. Solch große Erdfresser. Stefan plant eine Vergesellschaftung mit ihnen in seinem großen Rochenbecken wenn sie eine gewisse Größe erreicht haben und kein Futter für die Rochen mehr dar stellen. In dem Becken leben auch noch Zwergcrenis der Gattung Crenichichla compressiceps.

Geophagus abalios

Erwähnen möchte ich auch noch das schöne Paar Heros efasciatus.  Es hat Stefan mit reichlich Nachwuchs beschenkt. Er hält das Paar zusammen mit einigen kleinen Rochennachwuchs. Zur Zeit meines Besuches war das Paar getrennt in verschiedenen Becken untergebracht. Er musste dem Weibchen mal eine "Auszeit" geben, damit es sich mal von den Strapazen der Fortpflanzung erholen kann. Das tolle ist, das sie sich dennoch durch die Scheiben der Aquarien sehen und auch erkennen.

Heros efasciatus

In jedem Becken verstecken sich noch eine ganze Anzahl an L-Welsen. 

Es war mal wieder ein Besuch ganz nach meinem Geschmack, wenn auch nur kurz. Dennoch waren die Eindrücke wunder schön. Stefan und seine Familie haben bei mir einen sehr sympathische Eindruck hinter lassen. Die Anlage ist gepflegt, die Tiere alle gesund und Stefan verfügt über ein gutes Fachwissen was seinen Pfleglingen zu gute kommt.

Hier noch mehr Bilder:

 

 

 

 

 

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