Guatemala 2011

Peten, Rio Subin, Rio de la Passion

Im Frühjahr 2011 führt uns unser Reisefieber nach Guatemala. Guatemala gliedert sich , aus der Sicht der Cichliden, in mehrere Teile. Interessant für uns natürlich die großen Flüsse wie Rio de la Passion oder der Rio Motagua mit ihren Zuflüssen, der Lago de Peten usw.. Auf den Peten See freue ich mich besonders. Er ist die Heimat von einem Cichliden dem ich schon lange hinter her jage. Vieja melanurus. Da er in Deutschland zur Zeit nicht zu bekommen ist, jedenfalls nicht gesichert, ist der Vieja melanurus ein Schwerpunkt dieser Reise für mich. Davon möchte ich hier berichten.

Um von Guatemala City zum Lage de Peten zu kommen fährt man schon an vielen Cichlidenbitopen und verschieden Einzugsgebieten vorbei. So begleitet zum Beispiel der Rio Motagua eine ganze Zeit bei unserer Autofahrt. Natürlich wurde ab und zu mal gehalten um einen Blick ins Wasser zu werfen. Die „guten Stellen“ wurden auf der Karte markiert mit dem Ziel sie auf der Rückfahrt genauer in Augenschein zu nehmen. Also am Motagua vorbei bis zum großen Izabalsee. Dort über den breiten Rio Dulce weiter bis zur Grenze zu Belize. Dann noch ein ganzes Stück Autofahrt bis wir zur Abenddämmerung am Lago de Peten, den Peten-See, angekommen sind.

In der Ortschaft El Remate wird Quartier im dem Hotel Gardena bezogen. Ein kleines typisches Hotel mit einfachen Zimmern. Aber auf der Restauranterasse gibt es eine super Blick auf den See. Wir habe vor hier drei Tage zu verbringen. Uns wird für drei Tage ein Zimmer ohne Klimaanlage angeboten, alternativ für zwei Tage ein Dreibettzimmer mit Aircontition . Wir nehmen einen Umzug nach zwei Tagen in ein andere Hotel in Kauf und beziehen das Zimmer mit Klimaanlage. Eine Klimaanlage ist in diesen Ländern ein Komfort auf dem man nicht verzichten sollte. Also rauf auf Zimmer, Bett in Beschlag genommen und erst mal ab zu See. Die Sonne ist gerade dabei unter zu gehen. Einige Badegäste kühlen sich noch mal schnell im Wasser ab. Es sind erstaunlich wenig Gäste am See zu sehen. Das nicht nur heute abend sondern auch bei den restlichen paar Tagen. Ein Pick Up wird am steinigen Ufer gewaschen und ein Bauer holt mit Plastikfässern etwas Wasser. Eine traumhaft schöne Kulisse. Nach einem guten Abendessen und einigen Cervezas ist es Zeit für Bett. Der nächste Morgen beginnt mit einem Frühstück. Das Frühstück ist auf solchen Reisen eine wichtige Mahlzeit. All zu oft bekommt man erst am Abend wieder eine „vernünftige“ Mahlzeit. Zwischendurch wird das essen eigentlich vergessen. Man ist ja mit Fische fangen oder Autofahren beschäftigt. Auch ersetzt eine kühle Dose Bier so manche Zwischenmahlzeit. Der erste Blick in das glasklare Wasser lässt erkennen dass es hier Cichliden gibt. Das will ich doch hoffen. Schließlich möchte ich den Vieja melanurus mit nach hause bringen. Schnell ist eine ideale Stelle zum Schnorcheln gefunden. Taucherbrille, Schnorchel, Wasserschuhe und T-Shirt sind schnell aus dem SUV zur Hand.


 Wir reisen zu dritt. Heiner Garbe, Klaus Pröpper und ich. So sind immer zwei Mann im Wasser während der dritte bei den Sachen bleibt um uns vor Überraschungen zu schützen. Nicht das ich bisher mal schlechte Erfahrung gemacht habe aber andere Aquarianer schon. Die Guatemalteken habe ich alle samt als sehr nette und offene, hilfsbereite Menschen kennen gelernt. Aber es ist halt doch ein armes Land und die Versuchung ist bestimmt auch da sich bei den „reichen Gringos“ mal schnell zu bedienen. Es wäre natürlich eine riesen Katastrophe wen einem Geld und Pass gestohlen wird. Also immer gut aufpassen und nicht leichtsinnig werden. Das hat bei uns seht gut geklappt.

Der Uferbereich des Petensee zeigt sich hier mit kleineren und größeren Kiesel. Das Wasser ist ca. 24° warm und klar.

Natürlich bin ich der erste im Wasser. Ich kann es kaum erwarten meinem Lieblinsfisch in seinem natürlichen Vorkommensgebiet Auge in Auge gegen über zu stehen. Es dauert auch gar nicht lange und man hat schnell ein paar Fisch identifiziert. Kleine V. melanurus sausen an dir vorbei und suchen Deckung am Ufer unter Steinen oder tauchen ab in die Tiefe. Bei einer Lufttemperatur von 32°C und Wassertemperatur von 25°C tauchen Vieja melanurus, Parachromis friedrichsthalii, Thorichthys affinis, „Cichlasoma“ urophthalmus, „Cichlasoma“ salvini und Petenia splendida vor der Tauerbrille auf. Wir sind am Anfang darauf bedacht von brutpflegenden Paaren Jungfische zu holen haben jedoch keine führenden Tiere sehen können. Leider habe ich im Lago Peten kein Tier über 15 cm sehen können. Zum Schnorcheln wunderschön aber leider keine Fangerfolge.

Was nun? Ich fahre aber nicht ohne Vieja melanurus nach hause. So beschließen wir unser Glück in den umliegenden Lagunen. Der erste Anlaufpunkt ist die etwas westlich vom Lago Peten gelegene Laguna Sacpuy. Die Lagunen stellen sich völlig anders da als der Petensee. Diese mit viel Schilf eingefassten Lagunen sind nur an wenigen Stellen zu erreichen. Natürlich werden dann diese Zuwege von den Bauern genutzt um ihr Vieh tränken zu lassen . Dazu sind es noch Waschplätze. Es werden dort Wäsche als auch Geschirr gewaschen. Aber das hält uns natürlich nicht von unserem Vorhaben ab. Nach etwas suchen ist ein Zuweg gefunden. Ein kleines Boot ist dort fest gemacht .Ganz klar erkennt man den Waschplatz und ganz klar erkennt man die Spuren von Rinderherden im Schlamm. Leider nicht klar ist das Wasser in diesen Lagunen. Aber genau das wird unser Vorteil sein. Das Zugnetz kommt in der Laguna Sacpuy zum Einsatz. In diesen trüben Gewässern sehen natürlich auch die flüchtenden Fische nicht immer wo sie hin schwimmen. Das ist unsere Chance die Fische ins Netz zu bekommen. Richtig einladend ist der Uferbereich natürlich nicht. Schon nach ein paar Schritten versinkt man bis zu den Knien in einem warmen Schlamm. Bei jedem Schritt steigen übelrichende Blasen auf. Aber ein volles Zugnetz lässt die Anstrengung schnell vergessen. Was zappelt da so alles im Netz.

Petenia splendida

„Cichlasoma“ urophthalmus

Thorichthys affinis

„Cichlasoma“ salvini

Parachromis friedrichsthalii


Dazu eine ganze Reihe Mollys und Salmler. Also die selben Cichliden wie im Lago de Peten. Aber, was fehlt? Na klar, wo ist der Vieja melanurus. Wir wissen das er auch in dieser Lagune vorkommt, aber es ist uns nicht gelungen ihn zu fangen. Auch die noch etwas weiter westlich liegende Laguna Perdida bescherte uns diesbezüglich nicht mehr Erfolg. Etwas enttäuscht machen wir uns auf den Weg zurück nach El Remate. In Flores gönnen wir uns noch mal eine schöne „Abkühlung“ in den traumhaften Petensee.Auch hier sehen wir leider keine führenden Cichliden. Lediglich kleine bis halbwüchsige Tiere lassen sich im klaren Wasser wunderbar beobachten. Zudem haben wir uns gleich von dem stinkenden Lagunenschlamm befreit. Schön sauber geht es zurück zum Hotel. Nach einer schnellen Dusche wartet auf der Terrasse schon unser Abendessen. Und das kühle Gallo schmeckt!

Gallo (gespr. Gajo) mit einer der größten Bierbrauer in Guatemala. Hier eine Erfrischungsbude von vielen.
Petensee bei Flores

Der nächste Morgen beginnt wieder mit einem Frühstück. Eigentlich wollen wir heute zu den Rio de la Passion. Aber dafür haben wir zu lange mit dem Frühstück vertrödelt. Ausserdem müssen wir uns eine neues Hotel suchen. Aber das ist in El Remate eigentlich nicht schwer. Schnell war eine neue Bleibe für eine Nacht gefunden. Auch diese einfache Hotelanlage ist lediglich mit einer Straße von Petensee getrennt. Auf der Seeseite der Straße dann sofort wieder „Karibikfeeling“. Stecke die bis ins Wasser gehen mit Palmenblätter bedeckte Hütten und klares blaues Wasser. Aber die Zeit rennt. So beschließen wir bis zum Rio Subin zu fahren um dort mal zu schauen und am Nachmittag zwei weitere Lagunen am Petensee abzufischen. Vom Lago de Peten führte es uns Richtung Süden El Subin. Der Rio Subin belohnte uns mit einem schönen Biotop und frischen Wasser. Das kommt genau Richtig nach einer anstrengenden Autofahrt. Am Rio Subin angekommen sehen wir ein typisches mittelamerikanische Brückenbiotop. Waschplatz für Autos, Waschplatz für Menschen, Erholung und Badespass für Einheimische. Und dann kommen wir. Zwei große dicke Weiße, ein nicht ganz so großer und dicker Weißer, im T-Shirt und Badehose mit Taucherbrille und Schnorchel, mit Kescher und Plastiktüten. Sicher ziehen wir etwas Aufmerksamkeit auf uns, aber das legt sich schnell und es gehen alle ihren gewollten Weg weiter. Was finden wir alles im Rio Subin. Zuerst einmal ein riesen Schreck. Der halbe Körper eines großen Saugwelses liegt vor unseren Füßen. Schnell wird die Erinnerung wach von unserer Mexiko-Reise im Jahre 2008. Dort waren vor allem der Rio Notutun von diesen Biestern regelrecht verseucht. Beim Schnorcheln bot sich ein grauenvoller Anblick. Ein schwarzer Teppich aus tausenden dieser Glyptoperichthys-Welse besiedelte den Untergrund des schönen Rio Notutun. Sollte es hier auch so sein?

Nein, ich habe im Wasser keinen Saugwels gesehen. Klaus hat welche beobachtet, aber ihre Anzahl ist hier wohl noch begrenzt. Wir stellen folgende Cichliden im Rio Subin fest:

„Cichlasoma“ salvini

Theraps lentiginosus

Thorichthys meeki

Vieja ufermanni

Vieja synspila?

Vieja bifasciata

Chuco intermedia

Es ist als ob man in einem riesigen Aquarium ist. Um einem herum tummeln sich kleine Gruppen verschiedener Cichliden. Die sicht im El Subin ist leider nicht ideal. Aber er hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Es ist toll wenn man gerade ein Gruppe Th. lentiginosus in der Strömung beobachtet und man aus dem Augenwinkel einen roten „C.“ salvini vorbeihuschen sieht. Ein riesiger Schwarm Salmler der Gattung Astyanax begleitet dich bei Schritt und Tritt und stürzt sich auf den aufgewirbelten Schmutz in der Hoffnung etwas fressbares zu erwischen. Leider gibt es zu Zeitpunkt auch hier keine brutpflegenden Tiere irgendeiner Art. So dass es uns nicht gelingt irgend einen Cichliden aus diesm Fluß mit nach hause zu nehmen. Aber viele weitere Biotope werden ja noch kommen.


Rio Subin
Glyptoperichthys spec. Aus dem Rio Subin

Zurück am Petensee angekommen geht es nun zielstrebig auf die beiden östlich vom Petensee gelegnen Lagunen zu. Als erstes fährt man an der Laguna Salpeten vorbei. Passt man nicht auf ist man an der wohl einzigsten Möglichkeit an das Wasser zu kommen vor bei gefahren. Es ist ein kleiner Weg, vorbei an ein paar kleinen Hütten. Ein Pferd versperrt uns die Einfahrt geht aber dann doch zur Seite. Auch hier wieder ein typischer Zugang zum Wasser. Vietränke, Waschplatz und Badeplatz in einem. Überreste von abgestorbenen Bäumen ragen aus dem Wasser im Uferbereich. Es sieht idyllisch aber auch etwas gespenstig aus. Der Wind geht etwas kräftiger, dennoch sind es wohl noch ca. 32 °C in der Luft. Ich glaube das Wasser ist auch nicht wesentlich kälter. Alleine der Gedanke hier nun endlich mal ein paar Vieja melanurus zu erwischen lässt uns den warmen Schlamm und den dabei austretenden Geruch kaum wahr nehmen. Schon der erste Zug mit dem ca. 4 Meter langen, feinmaschigen Zugnetz ist ein überraschender Erfolg. Es zappelt tatsächlich ein kleiner, kaum 2-3 cm großer Vieja im Netz. Das ist der Vorteil des etwas feinmaschigeren Netzes. Es bleiben auch Tiere darin die noch für einen Transport nach Deutschland geeignet sind. Die Freude ist groß und schnell geht es noch mal zurück. Wo ein Vieja ist, sind auch noch mehrere. Nach weiteren, unzähligen versuchen mit dem Netz kommen wir auf die erstaunliche Ausbeute von vier Vieja melanurus. Natürlich kommen sie in Tüten und mit ins Hotel.

Neben Vieja melanurus bleiben noch folgenden Arten in unserem Netz:

Vieja melanurus

Petenia splendida

„C.“ urophthalmus

Thorichthys meeki oder affinis


Laguna Salpeten und
Laguna Macanche

Des weiteren auch einige Lebendgebährende und Salmler. Der kleine Erfolg in der Laguna Salpeten lässt uns auf die nächste Lagune hoffen. Laguna Macanche. Lediglich ein paar Minuten weiter ist sie bereits da. Ein Weg führt direkt durch eine kleine Ansiedlung zu der Lagune. Gerade hat ein vaqueros, ein gatematekischer Cowboy eine Herde Rinder aus dem Wasser getrieben. Lediglich 5 Meter weiter stehen zwei Frauen im Wasser und waschen Wäsche und Geschirr. Ist schon erstaunlich. Sehr aufgewühlt durch die Rinder lässt und die Laguna Macanche Nichts gutes hoffen. Und so ist es dann auch. Im Netz zappeln Petenia, Urophthalmus und affinis. Leider keine Vieja melanurus. So ist uns schnell klar, das wir morgen noch mal die Laguna Salpeten einen besuch abstatten „müssen“. Schmutzig, kaputt aber glücklich kehren wir zurück zu Hotel. Wir scheinen die einzigen Gäste in dieser Bungalow-Anlage zu sein. Es wird erst Strom eingeschaltet wenn wir das Gelände betreten. Sie haben wohl Angst, das sonst die Klimaanlage den ganzen Tag läuft ohne das jemand im Haus ist.

Unsere Fänge werden mit frischem Wasser aus dem sauberen Peten versorgt und schließlich versorgen wir uns nach dem, Duschen mit einer super Pizza und einige kühlen … na? klar Gallo.

Tag 3 führt uns zum großen Rio de la Pasion. Zu vor nutzen wir die Morgenstunden und fahren noch mal schnell zur Laguna Salpeten. Wir brauchen mehr Vieja melanurus. Zügig ziehen wir das Zugnetz durch das trübe Wasser. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Ganze zwei Stück ist das Ergebnis nach mehrere Versuchen. Aber gut, wir haben nun insgesamt 8 kleine Vieja melanurus mit ca. 3-4 cm. Für den Heimtransport und auch die Haltung bis zur Heimkehr ist klar, dass uns diese 8 Tiere ganze 8 Tüten Platz in der Styrobox weg nehmen. Es kommen ja noch weitere Fische dazu so dass wir mit 8 Tieren mehr als zufrieden sind. Von der Laguna Salpeten geht es nun schmutzig und nass direkt auf dem Weg zum Rio de la Pasion. Bei dem schönen Örtchen Sayaxche hilft uns eine Fähre über den langsam dahin fließenden Rio de la Pasion. Das Wasser ist warm und trüb. Das ist aber normal bei den größeren Flüssen. Vor der Überfahrt mit der Fähre stärken wir und noch mit einer Mango. Die Früchte hier sind viel Geschmacksintensiver als wir das von Deutschland her kennen. Es geht auf die Fähre. Nach langen 30 Sekunden haben wir das ersehnte andere Ufer erreicht. Nach einer kleinen Irrfahrt durch Sayaxche finden wir dann doch den Weg Rechts aus Sayaxche. Doch schon nach kurzer Zeit eine zweite Fähre. Es ist ein direkter Zufluß zum Rio de la Pasion. Obwohl der Fluß hier drei mal kleiner ist und die Überfahrt bereits nach 10 Sekunden vorbei ist kostet es genau so viel wie bei dem großen Rio de la Pasion. Aber das ist nicht wichtig. Von hier aus etwas weiter westlich kommt man an eine Lagune in der schöne Thorichthys pasionis schwimmen sollen. Die Fahrt auf der nicht asphaltieren Landstrasse führt uns vorbei an typischen Viehweiden. Irgendwann erblicken wir rechts Wasser und wir versuchen eine geeignete Stelle zum fischen zu finden. Aber es schein aussichtslos. Das Ufer geht steil hinunter. Es schein keine Zufahrt zur Lagune zu geben. Wir finden einen steilen schmalen Weg zwischen den mit Stacheldraht abgezäunten Länderein. Wir wagen den Abstieg. Mit Netz und Tüten steigen wir ab. Auf halber Höhe kommt uns ein Junge entgegen. Er hat Fische gefangen und lässt uns mal in seinen Eimer blicken. Die Fische hat er mit einem Wurfnetz erbeutet , es sind zahlreiche Lebendgebährende und Thorichthys. Aber es sind Thorichthys meeki und nicht wie erwartet Th. pasionis. Dennoch gehen wir weiter. Am Ufer angekommen erkennen Heiner und ich dass es hier unmöglich sein wird mit dem Zugnetz zu arbeiten. Das Ufer ist voller Holzablagerungen. Bäume und alte Stämme ragen aus dem Wasser. Wir machen dennoch einen Versuch. Aber wie erwartet hat es nicht funktioniert. Zum Schnocheln ist das Wasser zu trüb. Wir haben keine Sicht. So machen wir uns mit leeren Händen wieder an den Aufstieg und zurück zur kleinen Fähre. Dort sieht das Ufer ideal für das Zugnetz aus. Bereits beim ersten Zug zappeln Cichliden im Netz. Die Freude ist groß als wir zwischen Th. Meeki und Co auch kleine TH. Pasionis entdecken. Man kann die beiden bereits ab 2-3 cm recht gut unterscheiden. Haben doch die Th. pasionis bereits einen Hauch von Gelb in den Afterflossen. So werden schnell rund 20 transportfähige Tiere in Tüten verpackt. Von den übrigen Tieren machen wir noch schnell ein paar Aufnahmen. Folgende Cichliden haben wir neben den Salmlern und Lebendgebährenden im Netz:

Thorichthys pasionis

Thorichthys meeki

Parachromis managuensis

Parachromis friedrichsthalii

„C.“ salvini

Vieja heterospila

Vieja synspila

Die Zeit vergeht wie im Flug und wir müssen zusammen packen. Es wir bereits dunkel als wir unser Hotel erreichen. Wieder werden die Fische mit frischem Wasser versorgt. Morgen geht es aus den Peten hinaus in Richtung Lago de Izabal. Schon auf dem Weg dort hin erwarten uns weitere schöne Biotope. Rio San Pedro, Rio Cracias a Dios und der Rio Cienega werden Anlaufpunkte bis wir den Rio Dulce erreichen. Aber davon werde ich an andere Stelle berichten.

Michael Pilack 2011

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