Cichliden aus Mittelamerika
Vieja melanurus
wissenschaftlich Beschrieben von Günther 1862, als Heros melanurus
deutsche Bezeichnung
Synonyme Heros melanopogon
Vieja melanurus erreicht eine Größe von über 30 cm
Sein Vorkommensgebiet erstreckt sich ausschließlich in Guatemala, Peten, Peten-See und die darum befindlichen Lagunen wie
Laguna Sacpuy oder Laguna Salpeten
Männchen aus der Laguna Sacpuy
Weibchen aus der Laguna Sacpuy
Die hier abgebildete Variante stammt aus der Laguna Salpeten
Jungtiere


Bilder von adulten Tieren folgt wenn es soweit ist :-)
Vieja melanurus ist sehr nahe mit Vieja synspila verwandt. Es gibt jedoch sowohl in Form, Farbe und verhalten unterschiede. Einige, unter anderem der verstorbene amerikanische Ichthyologe R.R. Miller vertreten die Ansicht dass es sich dabei um eine Art handelt. Wenn ´dies wirklich so ist, wäre der Name synspila ein Synonym weil melanurus zu erst da war. Mehr dazu kannst du in meinem Bericht VIEJA MELANURUS darüber lesen.
2012 reiste ich nach Guatemala mit dem erklärten Ziel V. melanurus aus dem Lago Peten mit nach Deutschland zu bringen. Im Peten-See war es uns leider nicht möglich ein paar Tiere zu fangen. Aber in der nahe gelegnen Laguna Salpeten erreichte ich mein Ziel. Mehr darüber erfährst du in meinem Bericht PETEN.
Vieja melanurus erscheint etwas langgestreckter und nicht so hochrückig wie V. synspila. Auch ist er etwas schwimmfreudiger und etwas lebhafter. Die zu erwartende Endgröße liegt wohl bei ca. 35 cm. Dementsprechend groß muß das Aquarium für diese Tiere sein. Eine Grundfläche von mind. 2,00m x 0,60m sehe ich als Minimum. Die Haltung von einem sich selbst gefundenen Paar ist zu empfehlen. Eine Gruppenhaltung ist möglich, vor allem bis zu sie als semiadult zu bezeichnen sind. Adulte Tiere stehen zu meist als Paare im Aquarium.
Die ausgewählte Narung darf ruhig etwas farbfördernd sein. Um so schöner sehen sie aus. Futter auf "Grünbasis" darf nicht fehlen. Bei mir bekommen sie zu 90% Trockenfutter in Form von Sticks (Rot und Grün) und Granulate (Rot und Grün). Aber auch das von mir gereichte Frostfutter wird gerne genommen. Dies sind vor allem Bachflohkrebse und Krill fein. Vieja melanurus sind gute Fresser. Man sollte also etwas auf die Figur achten. Auch ist der Stoffwechsel entsprechend. Ein regelmäßiger Wasserwechsel von 50% wöchentlich sorgt bei mir auch zum Wohlbefinden bei. Zu einer Vergesellschaftung eignet sich sehr gut ein Parachromis managuensis, P. friedrichsthalii oder auch ein P. loisellei. Wenn noch Platz im Aquarium ist vielleicht noch ein Chuco godmanni und/oder ein Thorichthys. Auch eine weitere Vieja-Art ist denkbar.
Die Wassertemperatur in ihrem Vorkommensgebiet liegt im Durchschnitt bei 30° !!! Eine Pflegetemperatur von 26° ist ohne Probleme möglich. Auch noch weiter runter ist kurzzeitig kein Problem, z.B. nach einem Wasserwechsel. Abgelaicht wird dann aber lieber bei 28-30°.
Abb. Günther 1864
Michael Pilack
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